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Der Unterschied zwischen Sommerdecken und Winterdecken

Im Winter hält sie dich wohlig warm, aber im Sommer willst du sie nachts einfach nur loswerden? Kommt dir das irgendwie bekannt vor? Oder sie ist im Sommer angenehm luftig, dafür muss im Winter zusätzlich die Kuscheldecke herhalten? Das Dilemma kenn ich zu Genüge! Seit Jahren hatte ich immer nur eine Decke für das ganze Jahr – nämlich die zweite Variante und ich habe mich abends mit Wärmflasche und meiner Kuscheldecke einmummeln müssen. Aber was genau ist denn der Unterschied zwischen unserer Sommerdecke und der Winterdecke?

Der Unterschied zwischen Sommerdecken und Winterdecken

Das Füllgewicht der Decken

Wenn wir eine Winterdecke und eine Sommerdecke aus Daunen nebeneinander liegen sehen, können wir direkt einen Unterschied erkennen: Die Sommerdecke ist um einiges dünner! Der Inhalt ist zwar der Gleiche, aber unsere Sommerdecken haben im Schnitt ein verringertes Füllgewicht von etwa 63% im Vergleich zu den Winterdecken.

So können unsere Daunendecken dich im Winter schön wärmen und dir wird in den Sommernächten nicht zu heiß.

Zwei Fotos von einer Sommerdecke und Winterdecke übereinander gelegt, um den Unterschied in der Füllmenge zu sehen.

Unsere 155/220 Winterdecke ist mit 1.300 g Daunen gefüllt, während unsere Sommerdecke in der gleichen Größe mit nur 480 g Daunen gefüllt sind.

Das Inlett 

Weniger offensichtlich, aber genauso wichtig ist die Produktion des Inletts, also der Stoffhülle für die Daunen. Das Inlett für die Winterdecke nennt sich „Kassette“ und hat vorgenähte Längs- und Quernähte, sodass Kästchen (oder Kassetten) entstehen und die Daunen gleichmäßig verteilt sind. Damit die Wärme nicht entweichen kann, werden die Kassetten der Winterdecke nicht einfach nur vernäht, sondern es werden so genannte Innenstege eingebaut. Das sind kleine Stoffwände, die die Kästchen trennen, sodass die Daunen nicht verrutschen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Wärme an den Nähten nicht entweichen kann.

Bei der Sommerdecke hingegen hat das Inlett, auch „Einziehdecke“ genannt, nur eine vorgenähte Längsnaht und die Stege fehlen, damit Kältezonen entstehen an denen überschüssige Wärme entweichen kann. Nachdem die Schläuche mit Daunen gefüllt wurden, wird die Decke versteppt, damit auch wieder Kästchen entstehen und die Daunen sich auch hier gleichmäßig verteilen.

Die Produktion der Winterdecken

Füllen
Wir befüllen jedes einzelne Kästchen mit Daunen.


Zunähen
Die Öffnungen des Inletts nähen wir zu und
wir nähen das snuuz Etikett dran.

Nachbearbeiten
Als letztes entfernen wird die überstehenden Fäden.

Fertig ist deine snuuz Winterdecke!

Die Prouktion der Sommerdecken

Füllen
Wir füllen die Schläuche mit Daunen.

Zunähen
Die Öffnungen nähen wir, wie bei der
Winterdecke, zu und nähen das Etikett dran.

Verstreichen
Damit die Daunen sich gleichmäßig verteilen
verstreichen wir jeden Schlauch einmal. Das
heißt, wir fahren mit der Hand über den
Schlauch, klopfen dicke stellen ab und können
so die Daune gleichmäßig von oben nach unten
verteilen.

Versteppen
Mit diesen Schläuchen kann die Daune
trotzdem noch überall hin, weshalb wir sie jetzt
versteppen. Das heißt, wir nähen die Quernähte
selbst ein, sodass sich diese Kästchen bilden.
Die Daune kann dann nicht mehr hin und her
rutschen, sondern bleibt in ihrem Kästchen.
Dabei entstehen an den Nähten Kältezonen, an
denen überschüssige Wärme entweichen kann.

Nachbearbeiten
Wie bei der Winterdecke werden auch hier die
überstehenden Fäden entfernt.

Nun ist deine snuuz Sommerdecke bereit, um zu
dir nach Hause zu kommen!

Die Winterdecke und die Sommerdecke unterscheiden sich zwar, haben aber auch Gemeinsamkeiten:

Winterdecke

✔ gefüllt mit recycelten Daunen
✔ Wärme- und Feuchtigkeitsregulierung
✔ Innenstege
✔ hält dich kuschlig warm
✔ Wärmeklasse 4


Sommerdecke

✔ gefüllt mit recycelten Daunen
✔ Wärme- und Feuchtigkeitsregulierung
✔ Kältezonen durch Versteppung
✔ sehr dünn und luftig
✔ Wärmeklasse 1

Zwei Decken für (d)einen guten Schlaf

Nun fragst du dich vielleicht immer noch, ob du wirklich zwei Decken brauchst. Unterschiedliche Jahreszeiten bringen meist auch unterschiedliche Anforderungen mit sich. Warum solltest du nicht deine Bettdecke der Jahreszeit anpassen können, wenn du das mit der Kleidung auch machst - schließlich trägst du im Winter ja auch eine Winterjacke und im Sommer eher etwas Luftiges. Und genauso kannst du auch dein Bett für die jeweilige Jahreszeit ausstatten.


Damit du dich nicht ewig hin und her wälzen musst und endlich gut einschlafen kannst, gibt es unsere Sommerdecken und Winterdecken. Und eins ist klar: Beide Daunendecken schmiegen sich sanft an dich und bescheren dir eine angenehme Nacht.